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Kammerjäger – Traumberuf?

November 5th, 2008 · No Comments

Kammerjäger als Berufswunsch? Manche Schulabgänger wissen nicht, was sie nach ihrer Schullaufbahn machen sollen; andere hingegen haben schon lange vor dem Abschluss genaue Vorstellungen, was sie einmal machen wollen. Auch Kammerjäger ist eine Berufswahl, die man schon lange vor Lehrbeginn treffen kann – sich zu diesem Beruf spontan zu entscheiden, sollte man eher vermeiden.

Als Kammerjäger muss man ein starkes Gemüt besitzen, wenn es um eklige Angelegenheiten geht. Scheu vor Ratten oder Mäusen würde das Berufsleben zur täglichen Qual machen, denn man hat nahezu jeden Tag mit diesen Tieren zu tun. Speicher, Keller, aber auch Wohnungen und Gärten, die von den Nagern befallen sind, gehören zum täglichen Brot der Kammerjäger. Auch die Tierliebe gegenüber den Schädlingen sollte man im Zaum halten können, schließlich richten sie Schäden an, die die Hausbesitzer tausende von Euros kosten können.

Auch die Unsauberkeit in manchen Einsatzräumen darf einen Kammerjäger nicht stören. Eine heruntergekommene Küche, in der Fliegen nur das harmloseste Getier von einer ganzen Schädlings- und Ungezieferflotte sind, darf keine Probleme bereiten. Zwar kann man sich mit Mundschutz, Handschuhen und Schutzanzug ausstatten, doch das ästhetische Auge muss man in diesem Falle ausschalten können.

Egal, ob man es als Kammerjäger mit Kakerlaken, Ameisen oder anderem Ungeziefer zu tun hat, man muss sich zum einen mit den verschiedenen Schädlingsbekämpfungsmitteln, aber auch mit Gasen und Fallen, sowie einigen speziellen Fangmethoden auskennen. Nur, wenn man wirklich gute Arbeit leistet, und bei jedem Einsatz mit fachlicher Kompetenz ans Werk geht, wird man immer wieder bestellt, und kann in seinem Beruf das tägliche Brot verdienen.